Wenn wir die verschiedenen Beschwichtigungssignale kennen, verstehen
wir besser, was uns unsere Hunde mitteilen möchten, und wir können ihnen
in ihrer »Sprache« antworten.
beschwichtigungssignale
Kopf abwenden/sich abwenden
blinzeln/Blick verkürzen/Blick abwenden
über den Fang lecken/gähnen
erstarren/einfrieren/langsame Bewegungen
dazwischengehen/splitten
mit dem Schwanz wedeln
Vorderkörpertiefstellung
sich hinsetzen/hinlegen
im Bogen gehen
am Boden schnüffeln
Im Umgang mit Hunden haben wir immer die Wahl: Wir können uns entweder
drohend oder beschwichtigend verhalten. Wenn wir eine drohende Haltung
einnehmen, indem wir direkt auf den Hund zugehen, uns über ihn beugen,
ihn anstarren oder festhalten, wird er immer versuchen, uns zu beschwichtigen.
Gelingt ihm das nicht, wird er versuchen, uns mit Drohgebärden wie
Zähnefletschen, Knurren, Bellen, Scheinangriff oder Schnappen auf Abstand
zu halten. Hunde gehen normalerweise nicht frontal aufeinander zu. Sie
vermeiden eine Provokation, indem sie einen Bogen laufen. Wenn wir unsere
Hunde mit dem Kommando »bei Fuß« von diesem Verhalten abhalten, stürzen
wir sie in einen Konflikt. Jedem Hund ist es wichtiger, einen möglichen
Konflikt zu vermeiden als zu gehorchen. Lassen Sie Ihren Hund daher
ausweichen, wenn er das möchte. Hunde sind Meister der Konfliktvermeidung.
Wir können viel von ihnen lernen.