Henry

Rasse: Mittelschnauzer
Geschlecht: männlich
Geboren: 22.09.2015

 

Henry kam auf tragische Weise zu uns. Sein Besitzer ist ganz plötzlich und unerwartet verstorben. Da dieser Schnauzer Züchter war, kam Henry mit zehn anderen Schnauzern zu uns. Alle zehn sind bereits vermittelt und durften in ihr neues zu Hause ziehen. Das wünschen wir uns für Henry natürlich auch, aber unser kleiner Angsthase wird es da leider etwas schwieriger haben.
Er war und ist für uns immer noch die härteste Nuss der gesamten Schnauzer Truppe, es waren ein paar schüchterne dabei, die wir aber recht schnell um den Finger wickeln konnten, aber Henry ist von Anfang an, sehr misstrauisch gewesen und ist dies immer noch. Es waren aber auch aufgeschlossene und fröhliche Schnauzerchen dabei. Wir wissen leider nicht genau, warum er so diese große Angst hat und allem Fremden erstmal skeptisch gegenüber ist.
Die Anfangszeit war besonders schwierig, er hat uns lautstark verbellt, egal wann man vorbei lief und egal wer von uns. Henry zeigte deutlich was er von uns hielt, ging immer stark auf Abwehr und lies sich durch nichts auch nur annähernd aus der Reserve locken. Egal ob mit gut zureden, einfach nur bei ihm sitzen, Henry suchte sofort das Weite, sobald wir seine Box betraten. Leckerli aus der Entfernung zuwerfen, das ging, aber nicht zu nahe.
Nun endlich, nach etwa einem Monat, endlich kleine Fortschritte bei unserem kleinen Angsthäschen 🙂 Er nimmt Leckerli aus der Hand, kommt schon ganz nah, wir konnten ihm eine unserer ,,Hausleinen“ dran machen, so dass wir ihn endlich auch mal nach draußen auf die Wiese machen konnten! Das hat er total genossen, draußen schnuppern und umher tollen ist halt was schönes! An leinen ist noch okay, Futter nehmen aus der Hand auch, aber anfassen ist momentan noch ein absolutes No-go bei ihm. Ganz kurz darf man vielleicht mal sein Bärtchen kraulen, aber das war dann auch das höchste der Gefühle.
Henry braucht also noch ein bisschen Zeit, die kriegt er bei uns. Wir drängen ihn zu nichts, vielleicht ist er bald bereit, sich anfassen und streicheln zu lassen und wird merken das Annäherung zum Menschen gar nicht mal so übel ist 🙂
Da er natürlich so schüchtern und skeptisch Fremden gegenüber ist, müssen sich Interessenten sehr viel Zeit nehmen und diese Geduld auch mitbringen. Er ist ein Erwachsener Hund mit vielen Ängsten, er muss noch viel kennen lernen und so manche Hürde überwinden. Er baut Vertrauen sehr langsam auf, doch wenn er jemanden kennt und in sein Herz geschlossen hat, ja dann ist auch unser Angsthäschen nicht zu bremsen! Wir haben gesehen wie er auf Menschen reagiert die er kennt, da ist er wie ausgewechselt, fröhlich, freudig und aufgedreht wie ein junger Welpe 🙂 Henry kommt mit Hündinnen super klar, bei Rüden entscheidet da wohl eher etwas die Sympathie.
Katzen sollte es im neuen zu Hause auch nicht geben.
Da er eben so schreckhaft und sehr schüchtern ist, ist unser Henry nicht für eine Familie mit Kindern geeignet. Er sollte in einen ruhigen Haushalt, ohne allzu viel Action, wo er verstanden wird, wo verstanden wird dass er nun mal eine gewisse Zeit braucht, doch das auch er, dann ein ganz toller Begleiter sein wird. Spazieren gehen und viel draußen sein, das ist voll sein Ding. Ein komplett eingezäunter Garten, wo er sich frei bewegen kann bis er mal soweit ist wäre natürlich toll für ihn 🙂
Henry wird ein treuer Weggefährte werden, wenn man bereit ist ihm die Geduld entgegen zu bringen, im Gegenzug wird er, sobald man ihn um die Pfote gewickelt hat, genügend Zuneigung entgegen bringen und es wird wieder mal zeigen, das sich Geduld bei schüchternen Hunden einfach lohnt