Passanten mussten mitansehen, wovor sich jeder Freigänger-Halter fürchtet: Eine Katze wird vom Auto erfasst. Glücklicherweise wurde die Streunerdame direkt zu einem Tierarzt gebracht.
Maggie wurde sofort medizinisch behandelt und untersucht, es wurde aber keine offensichtliche Verletzung gefunden, weder beim Röntgen, noch beim Ultraschall.
Trotzdem zeigte Maggie in den Hinterpfoten keine Tiefensensibilität. Aber sie nutzte sie. Also hieß es erstmal: beobachten.
Als wir dann morgens ins Tierheim kamen, entdeckten wir Maggies aufgebrochenes Quarantäne-Gehege und die Katze, die nachts wohl das Tierheim erkundigt hatte. Hier war uns klar, dass Maggie sehr willensstark ist und wir sie nicht unterschätzen sollten.
Mittlerweile ist Maggie in einem normalen Vermittlungszimmer, gemeinsam mit anderen, zurückhaltenden Katzen. Sie ist stubenrein, geht auf das Haubenklo, bei dem das Einsteigen gar nicht so einfach ist. Täglich haben wir das Gefühl, dass es Maggie besser geht. Normal läuft sie nicht, die Koordination ist nicht optimal, aber sie kann ein wahrscheinlich glückliches Katzenleben in Wohnungshaltung verbringen.
Den Menschen gegenüber war Maggie zu Beginn sehr skeptisch. Mittlerweile kann man sie aus ihrem Versteck locken und sie durchkuscheln. Dann fängt Maggie an zu schnurren, sabbern und drückt sich fest an den Menschen. Derzeit ist sie jedoch noch sehr schreckhaft, in einem feinfühligen Zuhause wird das sicherlich schneller besser.
Mit anderen Katzen kommt Maggie ganz gut zurecht. Im besten Fall sind diese eher zurückhaltend, als forsch. Sollte sie in Einzelhaltung kommen, wünschen wir uns für Maggie viel Qualitätszeit mit ihren Menschen.



