Scar ist ein wunderschöner Holländischer Schäferhund, der gesichert mit zwei Maulkörben ausgesetzt wurde. Der erste Kontakt verlief etwas schwierig, denn wir waren ihm völlig fremd und keine Bezugsperson war in der Nähe, die ihm erklären konnte, was passiert. Er zeigte sich misstrauisch und wollte Abstand.
Schon am zweiten Tag legte er dieses Verhalten uns gegenüber ab und suchte unseren Kontakt. Im Büro findet er Ruhe, Körperkontakt lässt ihn schnell entspannen. Boxen lernte er bereits kennen, in denen er Schlaf findet und akzeptiert, dass er sich um anderes nicht kümmern muss. Auch kann man ihn mittlerweile entspannt auf seinen Platz schicken, da er ohne genaue Ansprache sehr hibbelig ist. Er döst dann vor sich hin.
Unterwegs reagiert Scar sehr ungehalten auf Bewegungsreize. Sein Talent als Arbeitsrasse wurde wahrscheinlich ungewollt gefördert oder nie anständig gehemmt, Orientierung und Konzentration beim gemeinsamen Arbeiten mit dem Menschen dafür völlig außer Acht gelassen.
Jetzt wieder eine Hemmung herzustellen und zu erziehen ist schwierig, aber nicht unmöglich.
Scar ist derzeit häufig auf Seminaren dabei, sowie bei uns im Büro. Durch das stressärmere Umfeld zeigt er sich im Training ansprechbarer, ein Kastrationschip zeigt ebenfalls eine positive Wirkung. Bezugspersonen können Scar schnell fremde Menschen vorstellen, die im Handumdrehen begeistert von ihm sind.
Wir sind dabei unsere Beziehung auszubauen, was sich auszahlt. Er nimmt uns ernster, beginnt auf unser tun zu reagieren und sich an uns zu orientieren. Dabei ist es wichtig sich auch abzugrenzen. Er muss auch lernen, weggeschickt zu werden und nicht ständig im Mittelpunkt zu stehen.Jemand, der Scar einfach „machen lässt“, ihm zu viel Freiheiten gibt, wird einen überaus gestressten und angespannten Hund haben.
Scar trägt draußen jederzeit einen Maulkorb. Auch in Profihänden wird es immer Situationen geben, in denen der Mensch nicht voll konzentriert ist und es ist nur verantwortungsbewusst, wenn man ihn weiterhin absichert, auch wenn er täglich dazu lernt.
In der Hundegruppe ist Scar durchaus kommunikativ und zeigt Grenzen auf. Er weiß, wann er unterlegen ist und sich lieber rausnimmt. Als Zweithund wäre er durchaus vermittelbar.
Scar ist schlau, durchaus trainierbar, aber nichts für Laien. Er wird nur an Personen vermittelt, die verantwortlich mit ihm umgehen und Erfahrung mit solchen Hundetypen haben. Kinder, Katzen und Kleintiere sehen wir in seinem neuen Zuhause nicht, Hunde sollten souverän im Umgang mit Artgenossen sein.
An seine Bezugspersonen bindet er sich schnell. Er hat wenig davon, auf den großen Ausläufen auf sich allein gestellt herumzurennen. Hier hindert ihn nur der Übersprungschutz nicht über den Zaun zu klettern und uns zu suchen.
Alleine bleiben wird wahrscheinlich mit der nötigen Vorarbeit möglich sein.
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