Gerne würden wir Klaus sagen: Wir sind stolz auf dich.
Nicht nur hat er sein bisheriges, tristes Leben hinter sich gelassen, sondern auch den Krebs. In seinem Maul hatte sich ein bösartiges Geschwulst eingenistet, das wir entfernen und einschicken ließen. Nach dem Befund ging es ins CT und da weder in der Lunge, noch in anderen Organen, sowie in der Lymphe, keine Metastasen gefunden wurden, musste Klaus trotzdem nochmal unters Messer. Die Gefahr, dass im umliegenden Gewebe noch Tumorzellen sind, war zu groß, um es so zu lassen.
Bei dieser Operation wurden Zähne, noch mehr Gewebe und sogar ein Teil seines Oberkiefers entfernt.
Wir richteten ihm also das weichste Hundebett, bangten um ihn und stellten uns auf eine schlimme Nachsorge ein. Und dann kam Klaus zurück: Fröhlich wie immer, topfit und statt sich auf das Bett fallen zu lassen, forderte er uns zum Spiel auf. Von außen erkennt man, solange man es nicht weiß, nichts und es schränkt ihn in keiner Form ein.
Klaus gilt nun als krebsfrei. Eine hundertprozentige Sicherheit, dass er nicht zurück kommt, gibt es nie, aber wir haben alles getan, was in unserer Macht stand um ihn jetzt in ein unbeschwertes Leben zu lassen.
Klaus mag Menschen, kuschelt gerne und möchte aktiv sein. Er kann, wenn es nicht nach seiner Nase läuft oder er sich hochdreht, grober werden, was sich aber gut abbrechen lässt. Kinder sollten daher aber mindestens im Teenager-Alter sein. Katzen und Wild lassen sein Jägerherz höher schlagen, daher wissen wir nicht, ob er lernen kann, ohne Leine zuverlässig abrufbar zu sein. Wer einen Hund möchte, der an lockerer Leine läuft und sich immer am Menschen orientiert, sollte vielleicht noch einen Trainer hinzuziehen.
Ob Klaus sozialverträglich ist, konnten wir noch nicht ausreichend beobachten. Bisher war er nur mit einem kastrierten Rüden zusammen, dem er wenig Beachtung schenkte, solange er ihm dies gleich tat.
Das Alleine Bleiben wird er noch üben müssen. Bisher musste er das wahrscheinlich noch nicht.
Abgesehen von der Krebstherapie musste Klaus regelmäßig zum Tierarzt, um die wiederkehrende Ohrenentzündung zu behandeln. Das ist typisch für den schlappohrigen English Springer Spaniel. Die schlechte Belüftung und Haare im Gehörgang begünstigen die Vermehrung von Bakterien und Pilze. Auf Dauerbehandlungen sollten sich Interessenten einstellen.
Das Fell von Klaus muss regelmäßig getrimmt werden, was möglichst einem Fachmann überlassen werden sollte. Noch öfter müssen die Ohren innen geschoren und das Fell auf Knoten und Verfilzungen untersucht werden.
Wir hoffen, dass Klaus schnell seine Familie findet, die mit ihm sein neues Leben feiern möchte. Er ist auf jeden Fall bereit.
Nachtrag: Zusätzlich zu all dem mussten wir Klaus im November noch kastrieren lassen. Er hatte einen Hodentumor. Hier wurden einerseits gutartige Zellen gefunden, aber auch bösartige. Diese sind aber dafür bekannt nur sehr selten Metastasen zu bilden.
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