geb. ca. 2018 | männlich kastriert | English Springer Spaniel | 

Update Februar 2026:

Trotz aller Hoffnungen müssen wir kapitulieren und einsehen: Der Krebs ist zurück. Und er wird nicht mehr lange brauchen, bis er Klaus‘ Lebensfreude nimmt und wir ihn auf dem letzten Weg begleiten werden. 
Aus diesem Grund haben wir uns gegen eine Vermittlung entschieden. Er darf die letzten Tage bei einer Mitarbeiterin verbringen, die er kennt, wo er sich bereits wohlfühlt. Wir versuchen ihm diese Zeit so schön wie nur möglich zu machen.

Gerne würden wir Klaus sagen: Wir sind stolz auf dich.

Nicht nur hat er sein bisheriges, tristes Leben hinter sich gelassen, sondern auch den Krebs. In seinem Maul hatte sich ein bösartiges Geschwulst eingenistet, das wir entfernen und einschicken ließen. Nach dem Befund ging es ins CT und da weder in der Lunge, noch in anderen Organen, sowie in der Lymphe, keine Metastasen gefunden wurden, musste Klaus trotzdem nochmal unters Messer. Die Gefahr, dass im umliegenden Gewebe noch Tumorzellen sind, war zu groß, um es so zu lassen.
Bei dieser Operation wurden Zähne, noch mehr Gewebe und sogar ein Teil seines Oberkiefers entfernt.
Wir richteten ihm also das weichste Hundebett, bangten um ihn und stellten uns auf eine schlimme Nachsorge ein. Und dann kam Klaus zurück: Fröhlich wie immer, topfit und statt sich auf das Bett fallen zu lassen, forderte er uns zum Spiel auf. Von außen erkennt man, solange man es nicht weiß, nichts und es schränkt ihn in keiner Form ein.

Klaus gilt nun als krebsfrei. Eine hundertprozentige Sicherheit, dass er nicht zurück kommt, gibt es nie, aber wir haben alles getan, was in unserer Macht stand um ihn jetzt in ein unbeschwertes Leben zu lassen. Leider wissen wir aber auch, dass die durchschnittliche Lebenserwartung nach einer solchen OP bei 7-8 Monaten liegt, weil doch bereits unerkannte Metastasen vorhanden waren.

Klaus mag Menschen, kuschelt gerne und möchte aktiv sein. Kinder sollten im Teenager-Alter sein. Katzen und Wild lassen sein Jägerherz höher schlagen, meist läuft er aber entspannt an der Leine, wenn man es einfordert. Im Auto ist er sehr entspannt.
Andere Hunde sind meist akzeptabel, er bräuchte sie aber nicht unbedingt.
Ob Klaus gut allein bleiben kann, muss erprobt werden. Bei uns bleibt er gerne stundenlang schnarchend in der Küche, ohne Probleme.

Abgesehen von der Krebstherapie musste Klaus regelmäßig zum Tierarzt, um die wiederkehrende Ohrenentzündung zu behandeln. Das ist typisch für den schlappohrigen English Springer Spaniel. Die schlechte Belüftung und Haare im Gehörgang begünstigen die Vermehrung von Bakterien und Pilze. Auf Dauerbehandlungen sollten sich Interessenten einstellen.

Das Fell von Klaus muss regelmäßig getrimmt werden, was möglichst einem Fachmann überlassen werden sollte. Noch öfter müssen die Ohren innen geschoren und das Fell auf Knoten und Verfilzungen untersucht werden.

Wir hoffen, dass Klaus schnell seine Familie findet, die mit ihm sein neues Leben feiern möchte. Er ist auf jeden Fall bereit.

Nachtrag: Zusätzlich zu all dem mussten wir Klaus im November noch kastrieren lassen. Er hatte einen Hodentumor. Hier wurden einerseits gutartige Zellen gefunden, aber auch bösartige. Diese sind aber dafür bekannt nur sehr selten Metastasen zu bilden.

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