Vermittlungshilfe: Dina *ca. 05.01.2022

Dina ist eine mittelgroße Mischlingshündin. Sie ist trotz ihres Übergewichts sehr agil. Sie möchte am liebsten ständig gekuschelt werden. Dabei ist sie so charmant, dass es uns manchmal schwer fällt, sie auch mal wegzuschicken. Sie kriecht förmlich in uns rein, wenn wir eigentlich einen anderen Hund anleinen möchten. Mit aktiven Demutsgesten versucht sie stets fröhlich (aber etwas aufdringlich) Aufmerksamkeit zu erhalten.
Besonders viel Spaß hat sie beim Gassigehen.
Mit anderen Hunden versteht sie sich gut, egal ob groß, klein oder welches Geschlecht. Gerne darf sie in einen Mehrhundehaushalt ziehen, was aber kein Muss ist.

Kinder sollten standfest sein, etwas Erziehung sollte von Beginn an als wichtig angesehen werden. Hundeanfängern würde Dina sicher viel Freude bereiten.

Bei Interesse an Dina, schicken Sie uns gerne eine Mail an: info@tierheim-rastatt.de
Wir leiten Sie gerne weiter.


Lori *23.02.2025

Lori wurde als Welpe von uns vermittelt und kam nun leider, mit Beginn der Pubertät, zu uns zurück.
Die Abgabegründe sind typische Verhaltensweisen, die ein Herdenschutzhund mit sich bringt: Lori hat Frauchen verteidigt, die Anweisungen ihrer Eigentümer in Frage gestellt und in der Hundegruppe aufgemischt. Einen Hundetrainer wollte man nicht hinzuziehen.
Umso mehr suchen wir nun ein Zuhause, das gerne mit Rücksprache eines Trainers arbeitet und Lori klare Regeln gibt. Das Bewachen eines Grundstücks würde ihr sicher alle nötige Ausgeglichenheit geben.

Welpentext:
Während sie bei uns aufwachsen führen wir sie an Umweltreize, Alltagsgeräusche und verschiedene Menschen. Ein großer Teil Herdenschutzhund-Gene bringen sie mit sich (Kaukasischer Owtscharka Mix), was bedeutet, dass wir sehr auf ihr neues Zuhause achten müssen und über die Besonderheiten informieren.

Die Genetik ist bei den Herdenschutzhunden aufgrund der langen Geschichte fest verankert und nicht zu ignorieren. Sie wurden gehalten, damit sie ihren Job ausführen, während der Schäfer schläft. Das bedeutet, dass sie eigenständige Entscheidungen treffen müssen und unsere Welpen sehr groß und schwer werden.

Selektiert wurde, je besser die Hunde mit der eigenen Familie zusammenlebten, aber gleichzeitig möglichst ausgeprägtes Aggressionsverhalten gegenüber (je nach Einsatzgebiet) Fremde und/oder ganz besonders gegenüber Artgenossen (andere Caniden, wie Wölfe und Schakale) zeigten.

Zur eigenen Familie und zum eigenen Rudel ist der Herdenschutzhund überaus freundlich. Daher werden sie gerne auch in einen Mehrhundehaushalt vermittelt.

Für die Haltung in unserer Umgebung bedeutet das, dass man mit wenig Kooperationsbereitschaft bei Grenzen und Gehorsam rechnen muss. Trotzdem ist es möglich und nötig, eine Leinenführigkeit, Abbruch und einen Rückruf anzulernen, man sollte aber nicht davon ausgehen, dass das bei Ablenkung stets ausgeführt wird. Daher muss man körperlich in der Lage sein, seinen Hund zu halten. Ohne Leine zu laufen sollte nicht das Ziel bei einem Herdenschutzhund sein.

Leinenaggressionen gegenüber anderen Hunden, teilweise auch gegenüber Fremden kann mit großer Wahrscheinlichkeit, auch bei guter Erziehung, entstehen. Bei Besuch sollte es kein Problem sein, dem Hund einen Maulkorb und eine Leine anzuziehen oder ihn einfach in einen anderen Raum zu bringen.

Ständige Abenteuer braucht ein Herdenschutzhund nicht. Sie sind dafür gemacht, immer wieder die gleichen Tage zu erleben und sind bei besonderen „Ausflügen“ eher unsicher und mögen keine Veränderungen.

Die Wachhunde-Eigenschaften bringen sie ohne Training mit sich und sind dabei sehr bellfreudig. Sie haben sich natürlich viel von ihrer Mutter abgeguckt. Kommt jemand Fremdes an den Zaun, wird das lautstark kommentiert.

Die Mutterhündin Missi zeigt sich im Training sehr lernfähig und bringt Schäferhund-Gene mit sich, was die Besonderheiten dieses Hundetyps etwas „aufweichen“ kann, aber nicht muss.

Wer bei sich ein gutes Zuhause für einen der Welpen sieht, bestenfalls mit eingezäuntem Hof oder Garten, meldet sich am besten per E-Mail an: info@tierheim-rastatt.de.


Gerda *ca. 2015 (auf Pflegestelle, derzeit keine Vermittlung)

geb. unbekannt, mind. 10 Jahre | weiblich kastriert | Foxterrier|

Verwahrlost, verfilzt und voller gesundheitlicher Baustellen kam Gerda aus einem Messie-Haushalt. Bei den ersten Untersuchungen mussten wir unsere Tränen unterdrücken. Egal wo wir hinfassten, es war alles entzündet und schmerzhaft. Medizinische Bäder und Medikamente gegen Juckreiz halfen ihr glücklicherweise schnell. Mit viel Geduld konnten wir sie auch von ihrer Matte befreien, sodass sich die Haut langsam beruhigte und keiner Medikamente mehr bedarf. Unter dem Fell zeigten sich jedoch Umfangsvermehrungen an der Milchleiste sowie ein golfballgroßer Tumor am Hals. Füttern war eher ein Geduldsakt. Ob wir Gerda überhaupt noch helfen können, war unklar.

Die Chance wollten wir ihr geben, schließlich zeigte sich Gerda nach kurzer Zeit schon überaus lebensfroh. Ihr war ihr Zustand nicht bewusst. Sie sprang herum, freute sich über die Tierärzte und die Aufmerksamkeit.
Um einen Überblick zu bekommen, ließen wir ein CT machen, gleichzeitig die Milchleiste und Eierstöcke entfernen. Zusätzlich musste die Milz raus und der Schilddrüsentumor wurde punktiert. Die Naht war groß und bedarf täglicher Pflege. Aber Gerda war einfach blitzschnell wieder topfit. Wir mussten aufpassen, dass sie ruhig blieb, um die Operationswunden zu schonen. Gerda war das eben nicht bewusst.

Nach dieser OP gab es immernoch den Schilddrüsentumor. Der war aber so riesig, dass wir alle bangten, ob wir die richtige Entscheidung treffen. Selbst für die Tierärzte war das eine ungewöhnliche OP. Aber: Für Gerda kein Problem. Ihr war das eben (glücklicherweise) nicht bewusst.

Gerda freut sich über alles und jeden. Am liebsten stellt sie sich auf die Hinterbeine und streckt die Pfoten bettelnd nach oben, um Schmuseeinheiten zu bekommen. Am liebsten wird sie am Po gestreichelt, dann führt sie die schönsten Tänze auf. An Pfoten und Gesicht lässt sie sich nicht sonderlich gerne anfassen, was die Fellpflege etwas schwieriger gestaltet.
An Futter mag sie Nassfutter aller Art, was sie bei uns gut verträgt und seit der Schilddrüsenoperation hat sie keinerlei Probleme mehr mit der Futteraufnahme.
Mit anderen Hunden scheint sie häufig gut verträglich zu sein, nur kleine Hündinnen waren bisher eher unbeliebt und wurden von der Terrier-Dame eher drangsaliert.
Auch wenn Gerda viele Erkrankungen und Operationen hinter sich hat: Sie ist keinesfalls die alte, ruhige Omi, die den ganzen Tag nur schlafen möchte und ab und zu raus will, um sich zu lösen.
Für sie hat ihr Leben jetzt erst richtig angefangen und sie will es in vollen Zügen genießen. Sie möchte rennen, spielen und Action. Ein Garten wäre für sie nicht notwendig, solange ihre Familie gerne an der frischen Luft mit ihr ist. Kinder ab Schulalter können wir uns gut mit ihr vorstellen.
Wir vermuten, dass sie für das Alleine bleiben etwas Übung benötigt. Seit sie sich den Zwinger auch nachts mit einem kleinen Rüden teilt, hört man sie aber zumindest nicht mehr singen, wenn wir gehen. Andere Hunde dürften gerne mit ihr Leben.

Leider müssen wir noch hinzufügen, dass die Pathologie-Ergebnisse nicht sehr positiv waren. Gerda hatte ein Schilddrüsenkarzinom. Das heißt, es war ein bösartiger Tumor, der eventuell bereits gestreut hat. Auch wenn das CT keine Metastasen zeigte, kann man das nicht vollständig ausschließen. Gerda muss gut beobachtet werden und regelmäßig, sowie bei Symptomen untersucht werden. Metastasen können sich beispielsweise in Lunge, Lymphe oder Knochen bilden.

Wie lange Gerda noch bleibt kann keiner sagen. Sie hat aber definitiv Bock, jeden Tag zu genießen.


Linus *04.12.2015

Linus lebte bei seiner Eigentümerin und war zufrieden. Mit viel Wumms setzte er jederzeit seinen Willen durch und lernte dazu. Jeder Wunsch wurde ihm wortwörtlich von den Lippen abgelesen. Wenn Linus knurrt und fletscht nahm jeder seine Bedürfnisse zurück. Völlig zurecht, denn Linus meint es ernst. Er möchte seine eigenen Entscheidungen treffen und seine Ressourcen verteidigen.

Es gibt Momente, in denen Dinge passieren, die man akzeptieren muss. Sowas kann gelernt werden. Daher ist dieses eher unpassende Verhalten sicherlich vom Menschen gemacht – aber es gehört auch jede Menge Charakter dazu, um so zu werden.

Linus wird nur an äußerst verantwortungsbewusste Hundekenner vermittelt, die in einem erhobenen Hauptes stolzierenden Hund keine Unsicherheit oder gar Angst sehen. Die ihn von sich wegschicken können, Abstand und trotz Unmut ihren Platz auf der Couch selbst beanspruchen können. Das lernt er bei uns. Mittlerweile kann er sich in bestimmten Situationen zurücknehmen und uns Raum geben, was sich jeder jedoch selbst erarbeiten muss.
Unterwegs ist er angenehm. Hier will man bisher nicht viel von ihm, da gibt es keine Diskussionsgrundlage. Konflikte werden von ihm aber gesucht und genutzt, um Erfolge zu feiern. Es nützt wenig sich mit ihm zu messen, Gelassenheit und Selbstsicherheit sind wichtigere Fähigkeiten, um bei Linus ein Umdenken zu ermöglichen.
Der Maulkorb wird daher für lange Zeit ein ständiger Begleiter sein.

Andere Hunde sind durchaus in Ordnung, solange die sich ihm gegenüber behaupten können, dabei aber nicht die Fassung verlieren. Darauf springt der Rüde an und lässt nicht locker, selbst wenn er ihnen körperlich unterlegen ist.

Der Pyrenäen Schäferhund hat sogenanntes „Schafsfell“. Hier ist regelmäßiges Bürsten notwendig und es sollte immer wieder auf Knoten und Verfilzungen untersucht werden. Wie zu erwarten ist dies derzeit nicht seine Lieblingsbeschäftigung.


Klaus *ca. 2018

Gerne würden wir Klaus sagen: Wir sind stolz auf dich.

Nicht nur hat er sein bisheriges, tristes Leben hinter sich gelassen, sondern auch den Krebs. In seinem Maul hatte sich ein bösartiges Geschwulst eingenistet, das wir entfernen und einschicken ließen. Nach dem Befund ging es ins CT und da weder in der Lunge, noch in anderen Organen, sowie in der Lymphe, keine Metastasen gefunden wurden, musste Klaus trotzdem nochmal unters Messer. Die Gefahr, dass im umliegenden Gewebe noch Tumorzellen sind, war zu groß, um es so zu lassen.
Bei dieser Operation wurden Zähne, noch mehr Gewebe und sogar ein Teil seines Oberkiefers entfernt.
Wir richteten ihm also das weichste Hundebett, bangten um ihn und stellten uns auf eine schlimme Nachsorge ein. Und dann kam Klaus zurück: Fröhlich wie immer, topfit und statt sich auf das Bett fallen zu lassen, forderte er uns zum Spiel auf. Von außen erkennt man, solange man es nicht weiß, nichts und es schränkt ihn in keiner Form ein.

Klaus gilt nun als krebsfrei. Eine hundertprozentige Sicherheit, dass er nicht zurück kommt, gibt es nie, aber wir haben alles getan, was in unserer Macht stand um ihn jetzt in ein unbeschwertes Leben zu lassen.

Klaus mag Menschen, kuschelt gerne und möchte aktiv sein. Er kann, wenn es nicht nach seiner Nase läuft oder er sich hochdreht, grober werden, was sich aber gut abbrechen lässt. Kinder sollten daher aber mindestens im Teenager-Alter sein. Katzen und Wild lassen sein Jägerherz höher schlagen, daher wissen wir nicht, ob er lernen kann, ohne Leine zuverlässig abrufbar zu sein. Wer einen Hund möchte, der an lockerer Leine läuft und sich immer am Menschen orientiert, sollte vielleicht noch einen Trainer hinzuziehen.
Ob Klaus sozialverträglich ist, konnten wir noch nicht ausreichend beobachten. Bisher war er nur mit einem kastrierten Rüden zusammen, dem er wenig Beachtung schenkte, solange er ihm dies gleich tat.
Das Alleine Bleiben wird er noch üben müssen. Bisher musste er das wahrscheinlich noch nicht.

Abgesehen von der Krebstherapie musste Klaus regelmäßig zum Tierarzt, um die wiederkehrende Ohrenentzündung zu behandeln. Das ist typisch für den schlappohrigen English Springer Spaniel. Die schlechte Belüftung und Haare im Gehörgang begünstigen die Vermehrung von Bakterien und Pilze. Auf Dauerbehandlungen sollten sich Interessenten einstellen.

Das Fell von Klaus muss regelmäßig getrimmt werden, was möglichst einem Fachmann überlassen werden sollte. Noch öfter müssen die Ohren innen geschoren und das Fell auf Knoten und Verfilzungen untersucht werden.

Wir hoffen, dass Klaus schnell seine Familie findet, die mit ihm sein neues Leben feiern möchte. Er ist auf jeden Fall bereit.

Nachtrag: Zusätzlich zu all dem mussten wir Klaus im November noch kastrieren lassen. Er hatte einen Hodentumor. Hier wurden einerseits gutartige Zellen gefunden, aber auch bösartige. Diese sind aber dafür bekannt nur sehr selten Metastasen zu bilden.

 


Safari *23.02.2025

Karma (vermittelt), Lori (vermittelt), Safari, Mischka (vermittelt), Alwa (vermittelt), Teddy (vermittelt), Martha (vermittelt) und Ace (6 Hündinnen, 2 Rüden) sind am 24. Februar im Tierheim geboren. Wir suchen nun Interessenten für die 8 Welpen, damit sie so wenig Zeit wie möglich und so viel Zeit wie nötig mit ihrer Mutter im Tierheim verbringen.

Während sie bei uns aufwachsen führen wir sie an Umweltreize, Alltagsgeräusche und verschiedene Menschen. Ein großer Teil Herdenschutzhund-Gene bringen sie mit sich (Kaukasischer Owtscharka Mix), was bedeutet, dass wir sehr auf ihr neues Zuhause achten müssen und über die Besonderheiten informieren.

Die Genetik ist bei den Herdenschutzhunden aufgrund der langen Geschichte fest verankert und nicht zu ignorieren. Sie wurden gehalten, damit sie ihren Job ausführen, während der Schäfer schläft. Das bedeutet, dass sie eigenständige Entscheidungen treffen müssen und unsere Welpen sehr groß und schwer werden.
Selektiert wurde, je besser die Hunde mit der eigenen Familie zusammenlebten, aber gleichzeitig möglichst ausgeprägtes Aggressionsverhalten gegenüber (je nach Einsatzgebiet) Fremde und/oder ganz besonders gegenüber Artgenossen (andere Caniden, wie Wölfe und Schakale) zeigten.
Zur eigenen Familie und zum eigenen Rudel ist der Herdenschutzhund überaus freundlich. Daher werden sie gerne auch in einen Mehrhundehaushalt vermittelt.

Für die Haltung in unserer Umgebung bedeutet das, dass man mit wenig Kooperationsbereitschaft bei Grenzen und Gehorsam rechnen muss. Trotzdem ist es möglich und nötig, eine Leinenführigkeit, Abbruch und einen Rückruf anzulernen, man sollte aber nicht davon ausgehen, dass das bei Ablenkung stets ausgeführt wird. Daher muss man körperlich in der Lage sein, seinen Hund zu halten. Ohne Leine zu laufen sollte nicht das Ziel bei einem Herdenschutzhund sein.
Leinenaggressionen gegenüber anderen Hunden, teilweise auch gegenüber Fremden kann mit großer Wahrscheinlichkeit, auch bei guter Erziehung, entstehen. Bei Besuch sollte es kein Problem sein, dem Hund einen Maulkorb und eine Leine anzuziehen oder ihn einfach in einen anderen Raum zu bringen.
Ständige Abenteuer braucht ein Herdenschutzhund nicht. Sie sind dafür gemacht, immer wieder die gleichen Tage zu erleben und sind bei besonderen „Ausflügen“ eher unsicher und mögen keine Veränderungen.
Die Wachhunde-Eigenschaften bringen sie ohne Training mit sich und sind dabei sehr bellfreudig. Sie haben sich natürlich viel von ihrer Mutter abgeguckt. Kommt jemand Fremdes an den Zaun, wird das lautstark kommentiert.

Die Mutterhündin Missi zeigt sich im Training sehr lernfähig und bringt Schäferhund-Gene mit sich, was die Besonderheiten dieses Hundetyps etwas „aufweichen“ kann, aber nicht muss.

Wer bei sich ein gutes Zuhause für einen der Welpen sieht, bestenfalls mit eingezäuntem Hof oder Garten, meldet sich am besten per E-Mail an: info@tierheim-rastatt.de.


Erwin *ca. 08/2022

Erwin kam als Fundhund zu uns. Trotz, dass wir die Eigentümer schnell ausfindig machten, zeigte man leider kein Interesse mehr an ihm.
Da er als XL Bully keiner eingetragenen Rasse zuzuordnen ist, haben wir eine Rassebestimmung durchführen lassen. Es wurde keiner der Rassen, die in Baden-Württemberg auf der Liste stehen, über 30% nachgewiesen. Somit zählt Erwin nicht als Listenhund. Trotzdem wird er nur an äußerst erfahrene Personen vermittelt, da Erwin bereits durch einen Beißvorfall im Tierheim auffällig wurde. Dabei hatte er ernsthafte Beschädigungsabsicht gegenüber der Person gezeigt.

Wie viel Erwin in seinem Leben kennengelernt hat, wissen wir nicht. Hektische Bewegungen und plötzliche Geräusche lösen in ihm ein Fluchtwille aus. Unterwegs an der Leine ist er allerdings sehr entspannt, auch wenn er meist eher hinterher trottet und gerade Hitze nicht zu seinen Vorlieben gehört.
Hier sind Autos, Fahrradfahrer und fremde Personen kein Problem für ihn. Selbst klappernde Wagen interessieren ihn nicht.

Mit den meisten Artgenossen versteht sich Erwin gut. Nur mit anderen Rüden, die sich gerne aufspielen, misst er sich. Hier bleibt er jedoch lange souverän und lässt sich ungerne bewegen, bis er merkt, dass selbst das keinen Eindruck macht.
Bei Dynamik kann Erwin besonders umschalten und würde ohne Maulkorb dann auch verletzen. Daher möchten wir ihn nur sehr bedingt in einem Mehrhundehaushalt sehen. Gerade auch unkastrierten Rüden zeigt er, dass er ungern Konkurrenz in seiner Nähe möchte.
Gemeinsam mit ihnen Gassi gehen, während wir Grenzen setzen, ist aber kein Problem.

Erwin nimmt Körperkontakt gut an, wenn er Vertrauen aufgebaut hat. Vorher ist er misstrauisch und wägt lange ab. Am liebsten liegt er bei uns im Büro unter dem Tisch auf seiner weichen Matratze und döst vor sich hin.

Trotz, dass er Menschen mit viel Feingefühl braucht, benötigt er auch klare Regeln. Möchte er etwas durchsetzen, setzt er seine gesamte Muskelkraft ein und lässt sich mit Futter nur bedingt motivieren. Empathie und Respekt ist zwingend notwendig, aber Mitleid und Verharmlosungen sind hier fehl am Platz.

Für Erwin kommen aufgrund seiner Art und seinem Misstrauen nur sehr erfahrene Personen in Frage ohne Kinder und Kleintiere, die verantwortungsvoll mit ihm umgehen. Der Maulkorb sollte gerade in der Anfangszeit dauerhaft und darüber hinaus sein ständiger Begleiter sein, da er dazu neigt im Zweifelsfall massiv gegen den Menschen zu gehen.
Erwin wird nie ein Hund sein, dem man voll und ganz Vertrauen schenken darf. Gerade durch seine introvertierte Art zeigt er wenig, was sich interpretieren und einordnen lässt.

 


Wambo *ca. 2020 – noch keine Vermittlung

Wambo hat als American Staffordshire-Terrier, und damit ein Listenhund in Baden-Württemberg, noch keinen Wesenstest.
Wir bereiten ihn derzeit darauf vor.

Im Dezember wurde Wambo nachts ohne Halter aufgefunden und von der Tierrettung zu uns gebracht.
Der anfangs völlig aufgelöste, defensive Hund konnte sich bereits entwickeln. Fremde Menschen begegnet er inzwischen freundlich und aufgeschlossen. Er liebt Körperkontakt und lässt sich gerne bei uns fallen.
Typisch Staffordshire ist Wambo sehr auf seine Bezugsperson fixiert und ist ungern allein, viel lieber wäre er immer mit uns im Büro. Das Allein bleiben wird wahrscheinlich Training benötigen.

Eigentlich interessiert er sich für andere Hunde, hat aber einen moderaten, freundlichen Umgang mit ihnen nicht gelernt. Das bedeutet, dass Wambo Kontakt möchte, aber recht distanzlos mit ihnen ist und nicht entsprechend auf die Körpersprache seines Gegenübers reagiert. Wir zeigen ihm, wie man nett mit ihnen umgeht.

Wambo leidet an einer allergiebedingten Dermatitis. Was genau die Ursache ist, ist uns nicht bekannt. Das alleinige Füttern von hypoallergenem Futter brachte zwar Besserung, aber derzeit erhält er noch Apoquel um die Hautreizungen weiter zu lindern und wird wöchentlich mit einem medizinischen Shampoo gebadet.

Sobald Wambo in der Vermittlung ist, suchen wir hundeerfahrene Personen, die mit einem Hundetrainer zusammenarbeiten möchten. Wambo fällt es schwer, nicht immer seine eigenen Entscheidungen durchsetzen zu können. Kinder oder Katzen sollten nicht in seinem neuen Zuhause leben.


Scar *ca. 2022

Scar ist ein wunderschöner Holländischer Schäferhund, der gesichert mit zwei Maulkörben ausgesetzt wurde. Der erste Kontakt verlief etwas schwierig, denn wir waren ihm völlig fremd und keine Bezugsperson war in der Nähe, die ihm erklären konnte, was passiert. Er zeigte sich misstrauisch und wollte Abstand.

Schon am zweiten Tag legte er dieses Verhalten uns gegenüber ab und suchte unseren Kontakt. Im Büro findet er Ruhe, Körperkontakt lässt ihn schnell entspannen. Boxen lernte er bereits kennen, in denen er Schlaf findet und akzeptiert, dass er sich um anderes nicht kümmern muss. Auch kann man ihn mittlerweile entspannt auf seinen Platz schicken, da er ohne genaue Ansprache sehr hibbelig ist. Er döst dann vor sich hin.

Unterwegs reagiert Scar sehr ungehalten auf Bewegungsreize. Sein Talent als Arbeitsrasse wurde wahrscheinlich ungewollt gefördert oder nie anständig gehemmt, Orientierung und Konzentration beim gemeinsamen Arbeiten mit dem Menschen dafür völlig außer Acht gelassen.
Jetzt wieder eine Hemmung herzustellen und zu erziehen ist schwierig, aber nicht unmöglich.
Scar ist derzeit häufig auf Seminaren dabei, sowie bei uns im Büro. Durch das stressärmere Umfeld zeigt er sich im Training ansprechbarer, ein Kastrationschip zeigt ebenfalls eine positive Wirkung. Bezugspersonen können Scar schnell fremde Menschen vorstellen, die im Handumdrehen begeistert von ihm sind.

Wir sind dabei unsere Beziehung auszubauen, was sich auszahlt. Er nimmt uns ernster, beginnt auf unser tun zu reagieren und sich an uns zu orientieren. Dabei ist es wichtig sich auch abzugrenzen. Er muss auch lernen, weggeschickt zu werden und nicht ständig im Mittelpunkt zu stehen.Jemand, der Scar einfach „machen lässt“, ihm zu viel Freiheiten gibt, wird einen überaus gestressten und angespannten Hund haben.

Scar trägt draußen jederzeit einen Maulkorb. Auch in Profihänden wird es immer Situationen geben, in denen der Mensch nicht voll konzentriert ist und es ist nur verantwortungsbewusst, wenn man ihn weiterhin absichert, auch wenn er täglich dazu lernt.

In der Hundegruppe ist Scar durchaus kommunikativ und zeigt Grenzen auf. Er weiß, wann er unterlegen ist und sich lieber rausnimmt. Als Zweithund wäre er durchaus vermittelbar.

Scar ist schlau, durchaus trainierbar, aber nichts für Laien. Er wird nur an Personen vermittelt, die verantwortlich mit ihm umgehen und Erfahrung mit solchen Hundetypen haben. Kinder, Katzen und Kleintiere sehen wir in seinem neuen Zuhause nicht, Hunde sollten souverän im Umgang mit Artgenossen sein.
An seine Bezugspersonen bindet er sich schnell. Er hat wenig davon, auf den großen Ausläufen auf sich allein gestellt herumzurennen. Hier hindert ihn nur der Übersprungschutz nicht über den Zaun zu klettern und uns zu suchen.

Alleine bleiben wird wahrscheinlich mit der nötigen Vorarbeit möglich sein.

Wer Interesse an unserem Scar hat, meldet sich bitte per Mail an: info@tierheim-rastatt.de.


Bodo *Ende 2021

Bodos Weg führte am 23.05.2022 ins Tierheim, da er leider am Tor über Nacht angebunden wurde. Nun ist Bodo auf der Suche nach seinem neuen Zuhause. Er ist männlich, unkastriert und ein großer Mischling. Schätzungsweise dürfte Herdenschutzhund mit dabei sein.

Bodo ist auf der Suche nach Menschen, die bereits Hundeerfahrung haben und selbstbewusst und konsequent im Umgang sind. Eine konsequente Führung ist bei ihm unbedingt erforderlich, da er ansonsten sehr schnell überdreht. In der Wohnung drinnen kommt Bodo sehr schnell zur Ruhe und freut sich auch sehr über Schmuseeinheiten.

Grundgehorsam und Leinenführigkeit müssen mit ihm noch trainiert werden, aber er ist sehr lernwillig und zeigt sich da von seiner besten Seite.

Sein Territorium beschützt er vor fremden.

Bei Interesse melden Sie sich sehr gerne telefonisch bei uns im Tierheim.

 


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"Die Tierheime übernehmen immer mehr staatliche Aufgaben ohne kostendeckende Erstattung. Die Kommunen nehmen jährlich über 250 Mio. Euro aus der Hundesteuer ein. Davon benötigen wir 20 Prozent als Rettungsschirm für Tierheime."

Wolfgang Apel, Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes

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