Zoya & Zoomie *ca. 2024

Zoya & Zoomie | geb. ca. 2024 | Bichon Malteser| weiblich, unkastriert |

Zoya und Zoomie kamen mit wenigen Tagen Abstand als Fundtiere zu uns. Wir vermuten, dass die beiden verwandt, oder sich zumindest bekannt sind. Da sie sich äußerst gut verstehen, möchten wir versuchen, sie gemeinsam zu vermitteln.

Zoya ist etwas größer als Zoomie, hat lockigeres Fell und ein halb blaues Auge. Sie ist anhänglich, aufgeweckt und verspielt. Mit anderen Hunden aller Größen und Rassen kommt sie gut zurecht. Ihr Fell benötigt tägliche Pflege, besonders um die Augen. Der Tränen-Nasen-Kanal ist so deformiert, dass er undurchlässig ist, weshalb ihre Augen regelmäßig gesäubert werden müssen und das Fell kurz geschnitten. Auch wenn Zoya noch sehr jung ist, hat sie bereits Zahnablagerungen. Das kommt bei Zwergrassen häufig vor und benötigt frühzeitige tierärztliche Kontrolle und Zahnsanierungen.

Zoomie ist kleiner und das Fell etwas glatter, aber auch bei ihr ist die Augenpflege aufgrund anatomischer Probleme täglich notwendig und die Zähne zeigen bereits leichten Belag.
Wie Zoya liegt Zoomie am liebsten im Arm ihrer Menschen und döst vor sich hin, draußen kann sie aber auch ausgiebige Spaziergänge meistern und über die Wiese flitzen.

An der Leinenführigkeit und besonders der Orientierung am Menschen kann noch viel gearbeitet werden. Zu zweit pöbelt es sich auch noch lieber, allerdings lassen sie sich schnell abbrechen.

Katzen finden Zoomie und Zoya sehr interessant, mit selbstbewussten Tieren, die sich von den beiden nicht einschüchtern lassen, könnten sie aber noch zusammengeführt werden.

Zoya und Zoomie möchten gerne ihr kleines und großes Geschäft draußen verrichten, manchmal landet aber still und heimlich doch ein kleines Malheur auf dem Fußboden. Besonders wenn sie sich morgens über uns freuen. Man sollte wie bei Welpen häufig mit ihnen raus, auch nachts, besonders aber kurz nach dem Schlafen, Spielen oder Fressen.

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Lori *23.02.2025

Lori | geb. 23.02.2025 | Kaukasischer Owtscharka Mix | weiblich, unkastriert |

Lori wurde als Welpe von uns vermittelt und kam nun leider, mit Beginn der Pubertät, zu uns zurück.
Die Abgabegründe sind typische Verhaltensweisen, die ein Herdenschutzhund mit sich bringt: Lori hat Frauchen verteidigt, die Anweisungen ihrer Eigentümer in Frage gestellt und in der Hundegruppe aufgemischt. Einen Hundetrainer wollte man nicht hinzuziehen.
Umso mehr suchen wir nun ein Zuhause, das gerne mit Rücksprache eines Trainers arbeitet und Lori klare Regeln gibt. Das Bewachen eines Grundstücks würde ihr sicher alle nötige Ausgeglichenheit geben.

Welpentext:
Während sie bei uns aufwachsen führen wir sie an Umweltreize, Alltagsgeräusche und verschiedene Menschen. Ein großer Teil Herdenschutzhund-Gene bringen sie mit sich (Kaukasischer Owtscharka Mix), was bedeutet, dass wir sehr auf ihr neues Zuhause achten müssen und über die Besonderheiten informieren.

Die Genetik ist bei den Herdenschutzhunden aufgrund der langen Geschichte fest verankert und nicht zu ignorieren. Sie wurden gehalten, damit sie ihren Job ausführen, während der Schäfer schläft. Das bedeutet, dass sie eigenständige Entscheidungen treffen müssen und unsere Welpen sehr groß und schwer werden.

Selektiert wurde, je besser die Hunde mit der eigenen Familie zusammenlebten, aber gleichzeitig möglichst ausgeprägtes Aggressionsverhalten gegenüber (je nach Einsatzgebiet) Fremde und/oder ganz besonders gegenüber Artgenossen (andere Caniden, wie Wölfe und Schakale) zeigten.

Zur eigenen Familie und zum eigenen Rudel ist der Herdenschutzhund überaus freundlich. Daher werden sie gerne auch in einen Mehrhundehaushalt vermittelt.

Für die Haltung in unserer Umgebung bedeutet das, dass man mit wenig Kooperationsbereitschaft bei Grenzen und Gehorsam rechnen muss. Trotzdem ist es möglich und nötig, eine Leinenführigkeit, Abbruch und einen Rückruf anzulernen, man sollte aber nicht davon ausgehen, dass das bei Ablenkung stets ausgeführt wird. Daher muss man körperlich in der Lage sein, seinen Hund zu halten. Ohne Leine zu laufen sollte nicht das Ziel bei einem Herdenschutzhund sein.

Leinenaggressionen gegenüber anderen Hunden, teilweise auch gegenüber Fremden kann mit großer Wahrscheinlichkeit, auch bei guter Erziehung, entstehen. Bei Besuch sollte es kein Problem sein, dem Hund einen Maulkorb und eine Leine anzuziehen oder ihn einfach in einen anderen Raum zu bringen.

Ständige Abenteuer braucht ein Herdenschutzhund nicht. Sie sind dafür gemacht, immer wieder die gleichen Tage zu erleben und sind bei besonderen „Ausflügen“ eher unsicher und mögen keine Veränderungen.

Die Wachhunde-Eigenschaften bringen sie ohne Training mit sich und sind dabei sehr bellfreudig. Sie haben sich natürlich viel von ihrer Mutter abgeguckt. Kommt jemand Fremdes an den Zaun, wird das lautstark kommentiert.

Die Mutterhündin Missi zeigt sich im Training sehr lernfähig und bringt Schäferhund-Gene mit sich, was die Besonderheiten dieses Hundetyps etwas „aufweichen“ kann, aber nicht muss.

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Linus *04.12.2015

Linus | geb. 04.12.2015 | Pyrenäen Schäferhund | männlich, unkastriert |

Der Pyrenäen Schäferhund Linus lebte fast zehn Jahre bei seiner Eigentümerin und wurde stets liebevoll umsorgt. Ihr Tod riss ihn aus seinem gewohnten Leben und sein Weg führte leider zu uns. Wir merkten schnell, dass Linus sehr eigenwillig ist und nicht scheut, seinen Unmut lautstark zu äußern.

Wir werden Linus nicht ändern können, auch wenn wir uns mehr Kooperation wünschen würden, was uns die Pflege viereinfachen würde. Aber für Linus gibt es keinen Grund, sein „schlechte-Laune-Opi“-Dasein aufzugeben.

Es gibt Momente, in denen Dinge passieren, die auch er akzeptieren muss. Daher trägt Linus häufig einen Maulkorb und wir versuchen ihm Dinge, wie Bürsten oder Pfoten untersuchen, so alltäglich wie möglich beizubringen. Hier benötigt man viel Coolness und darf selbst nicht schnell frustriert werden.

Linus lernt bei uns auch mal weggeschickt zu werden, mittlerweile kann er sich immer häufiger zurücknehmen und uns Raum geben. Wir können aber auch gemeinsam Quatsch machen und er genießt Kuscheleinheiten.

Unterwegs ist Linus sehr angenehm. Er freut sich über seine regelmäßigen Gassigänge und hat seine Gassigeherin ins Herz geschlossen. Anfangs war er etwas fordernd, wenn es ihm zu langsam ging, was sich mittlerweile legte.

Andere Hunde sind durchaus in Ordnung, solange die sich ihm gegenüber behaupten können, dabei aber nicht die Fassung verlieren. Darauf springt er an und lässt nicht locker, selbst wenn er ihnen körperlich unterlegen ist. Er hat aber bereits auch viele enge Freunde gefunden.

Aufgrund starker Verfilzungen musste Linus leider in Narkose geschoren werden.

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Klaus *ca. 2018 (auf Pflegestelle, keine Vermittlung)

geb. ca. 2018 | männlich kastriert | English Springer Spaniel | 

Update Februar 2026:

Trotz aller Hoffnungen müssen wir kapitulieren und einsehen: Der Krebs ist zurück. Und er wird nicht mehr lange brauchen, bis er Klaus‘ Lebensfreude nimmt und wir ihn auf dem letzten Weg begleiten werden. 
Aus diesem Grund haben wir uns gegen eine Vermittlung entschieden. Er darf die letzten Tage bei einer Mitarbeiterin verbringen, die er kennt, wo er sich bereits wohlfühlt. Wir versuchen ihm diese Zeit so schön wie nur möglich zu machen.

Gerne würden wir Klaus sagen: Wir sind stolz auf dich.

Nicht nur hat er sein bisheriges, tristes Leben hinter sich gelassen, sondern auch den Krebs. In seinem Maul hatte sich ein bösartiges Geschwulst eingenistet, das wir entfernen und einschicken ließen. Nach dem Befund ging es ins CT und da weder in der Lunge, noch in anderen Organen, sowie in der Lymphe, keine Metastasen gefunden wurden, musste Klaus trotzdem nochmal unters Messer. Die Gefahr, dass im umliegenden Gewebe noch Tumorzellen sind, war zu groß, um es so zu lassen.
Bei dieser Operation wurden Zähne, noch mehr Gewebe und sogar ein Teil seines Oberkiefers entfernt.
Wir richteten ihm also das weichste Hundebett, bangten um ihn und stellten uns auf eine schlimme Nachsorge ein. Und dann kam Klaus zurück: Fröhlich wie immer, topfit und statt sich auf das Bett fallen zu lassen, forderte er uns zum Spiel auf. Von außen erkennt man, solange man es nicht weiß, nichts und es schränkt ihn in keiner Form ein.

Klaus gilt nun als krebsfrei. Eine hundertprozentige Sicherheit, dass er nicht zurück kommt, gibt es nie, aber wir haben alles getan, was in unserer Macht stand um ihn jetzt in ein unbeschwertes Leben zu lassen. Leider wissen wir aber auch, dass die durchschnittliche Lebenserwartung nach einer solchen OP bei 7-8 Monaten liegt, weil doch bereits unerkannte Metastasen vorhanden waren.

Klaus mag Menschen, kuschelt gerne und möchte aktiv sein. Kinder sollten im Teenager-Alter sein. Katzen und Wild lassen sein Jägerherz höher schlagen, meist läuft er aber entspannt an der Leine, wenn man es einfordert. Im Auto ist er sehr entspannt.
Andere Hunde sind meist akzeptabel, er bräuchte sie aber nicht unbedingt.
Ob Klaus gut allein bleiben kann, muss erprobt werden. Bei uns bleibt er gerne stundenlang schnarchend in der Küche, ohne Probleme.

Abgesehen von der Krebstherapie musste Klaus regelmäßig zum Tierarzt, um die wiederkehrende Ohrenentzündung zu behandeln. Das ist typisch für den schlappohrigen English Springer Spaniel. Die schlechte Belüftung und Haare im Gehörgang begünstigen die Vermehrung von Bakterien und Pilze. Auf Dauerbehandlungen sollten sich Interessenten einstellen.

Das Fell von Klaus muss regelmäßig getrimmt werden, was möglichst einem Fachmann überlassen werden sollte. Noch öfter müssen die Ohren innen geschoren und das Fell auf Knoten und Verfilzungen untersucht werden.

Wir hoffen, dass Klaus schnell seine Familie findet, die mit ihm sein neues Leben feiern möchte. Er ist auf jeden Fall bereit.

Nachtrag: Zusätzlich zu all dem mussten wir Klaus im November noch kastrieren lassen. Er hatte einen Hodentumor. Hier wurden einerseits gutartige Zellen gefunden, aber auch bösartige. Diese sind aber dafür bekannt nur sehr selten Metastasen zu bilden.

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Erwin *ca. 08/2022

Erwin | geb. ca. 08/2022 | XL Bully (Mischling) | männlich, unkastriert |

Erwin kam als Fundhund zu uns. Trotz, dass wir die Eigentümer schnell ausfindig machten, zeigte man leider kein Interesse mehr an ihm.
Da er als XL Bully keiner eingetragenen Rasse zuzuordnen ist, haben wir eine Rassebestimmung durchführen lassen. Es wurde keiner der Rassen, die in Baden-Württemberg auf der Liste stehen, über 30% nachgewiesen. Somit zählt Erwin nicht als Listenhund. Trotzdem wird er nur an äußerst erfahrene Personen vermittelt, da Erwin bereits durch einen Beißvorfall im Tierheim auffällig wurde. Dabei hatte er ernsthafte Beschädigungsabsicht gegenüber der Person gezeigt.

Wie viel Erwin in seinem Leben kennengelernt hat, wissen wir nicht. Hektische Bewegungen und plötzliche Geräusche lösen in ihm ein Fluchtwille aus. Unterwegs an der Leine ist er allerdings sehr entspannt, auch wenn er meist eher hinterher trottet und gerade Hitze nicht zu seinen Vorlieben gehört.
Hier sind Autos, Fahrradfahrer und fremde Personen kein Problem für ihn. Selbst klappernde Wagen interessieren ihn nicht.

Mit den meisten Artgenossen versteht sich Erwin gut. Nur mit anderen Rüden, die sich gerne aufspielen, misst er sich. Hier bleibt er jedoch lange souverän und lässt sich ungerne bewegen, bis er merkt, dass selbst das keinen Eindruck macht.
Bei Dynamik kann Erwin besonders umschalten und würde ohne Maulkorb dann auch verletzen. Daher möchten wir ihn nur sehr bedingt in einem Mehrhundehaushalt sehen. Gerade auch unkastrierten Rüden zeigt er, dass er ungern Konkurrenz in seiner Nähe möchte.
Gemeinsam mit ihnen Gassi gehen, während wir Grenzen setzen, ist aber kein Problem.

Erwin nimmt Körperkontakt gut an, wenn er Vertrauen aufgebaut hat. Vorher ist er misstrauisch und wägt lange ab. Am liebsten liegt er bei uns im Büro unter dem Tisch auf seiner weichen Matratze und döst vor sich hin.

Trotz, dass er Menschen mit viel Feingefühl braucht, benötigt er auch klare Regeln. Möchte er etwas durchsetzen, setzt er seine gesamte Muskelkraft ein und lässt sich mit Futter nur bedingt motivieren. Empathie und Respekt ist zwingend notwendig, aber Mitleid und Verharmlosungen sind hier fehl am Platz.

Für Erwin kommen aufgrund seiner Art und seinem Misstrauen nur sehr erfahrene Personen in Frage ohne Kinder und Kleintiere, die verantwortungsvoll mit ihm umgehen. Der Maulkorb sollte gerade in der Anfangszeit dauerhaft und darüber hinaus sein ständiger Begleiter sein, da er dazu neigt im Zweifelsfall massiv gegen den Menschen zu gehen.
Erwin wird nie ein Hund sein, dem man voll und ganz Vertrauen schenken darf. Gerade durch seine introvertierte Art zeigt er wenig, was sich interpretieren und einordnen lässt.

 


Wambo *ca. 2020 – noch keine Vermittlung

Wambo | geb. ca. 2020 | American Staffordshire Terrier | männlich, kastriert |

Wambo hat als American Staffordshire-Terrier, und damit ein Listenhund in Baden-Württemberg, noch keinen Wesenstest.
Wir bereiten ihn derzeit darauf vor.

Im Dezember wurde Wambo nachts ohne Halter aufgefunden und von der Tierrettung zu uns gebracht.
Der anfangs völlig aufgelöste, defensive Hund konnte sich bereits entwickeln. Fremde Menschen begegnet er inzwischen freundlich und aufgeschlossen. Er liebt Körperkontakt und lässt sich gerne bei uns fallen.
Typisch Staffordshire ist Wambo sehr auf seine Bezugsperson fixiert und ist ungern allein, viel lieber wäre er immer mit uns im Büro. Das Alleinebleiben wird wahrscheinlich Training benötigen und gewisse Regeln im Haus werden ihm das erleichtern, auch wenn er ein Meister darin ist, mit den traurigsten Gesichtsausdrücken nach Aufmerksamkeit zu bitten.

Eigentlich interessierte er sich für andere Hunde, hatte aber einen moderaten, freundlichen Umgang mit ihnen nicht gelernt. Das bedeutet, dass Wambo Kontakt wollte, aber recht distanzlos mit ihnen warund nicht entsprechend auf die Körpersprache seines Gegenübers reagierte. Wir zeigten ihm, wie man nett mit ihnen umgeht und mittlerweile hat er viele Hundefreunde gefunden und ist eher der Softie geworden. Eine Haltung mit Artgenossen können wir uns vorstellen.

Wambo leidet an einer allergiebedingten Dermatitis. Was genau die Ursache ist, ist uns nicht bekannt. Das alleinige Füttern von hypoallergenem Futter brachte zwar Besserung, aber derzeit erhält er noch Apoquel um die Hautreizungen weiter zu lindern und wird wöchentlich mit einem medizinischen Shampoo gebadet.

Sobald Wambo in der Vermittlung ist, suchen wir hundeerfahrene Personen, die mit einem Hundetrainer zusammenarbeiten möchten. Wambo fällt es schwer, nicht immer seine eigenen Entscheidungen durchsetzen zu können. Er lernt derzeit, dass man vieles blöd finden darf, aber nicht gegen uns gehen soll. Die letzten Monate zeigten, dass Wambo Gefallen daran findet, etwas lockerer und entspannter mit uns zusammenzuleben und beginnt zu akzeptieren. Er hat sich in einem Jahr hervorragend entwickelt.
Kinder oder Katzen sollten nicht in seinem neuen Zuhause leben.

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Scar *ca. 2022

Scar | geb. ca. 2022 | vermutlich X-Herder | männlich, kastriert |

Scar ist ein wunderschöner Holländischer Schäferhund, der gesichert mit zwei Maulkörben ausgesetzt wurde. Der erste Kontakt verlief etwas schwierig, denn wir waren ihm völlig fremd und keine Bezugsperson war in der Nähe, die ihm erklären konnte, was passiert. Er zeigte sich misstrauisch und wollte Abstand.

Schon am zweiten Tag legte er dieses Verhalten uns gegenüber ab und suchte unseren Kontakt. Im Büro findet er Ruhe, Körperkontakt lässt ihn schnell entspannen. Boxen lernte er bereits kennen, in denen er Schlaf findet und akzeptiert, dass er sich um anderes nicht kümmern muss. Auch kann man ihn mittlerweile entspannt auf seinen Platz schicken, da er ohne genaue Ansprache sehr hibbelig ist. Er döst dann vor sich hin.

Unterwegs reagiert Scar sehr ungehalten auf Bewegungsreize. Sein Talent als Arbeitsrasse wurde wahrscheinlich ungewollt gefördert oder nie anständig gehemmt, Orientierung und Konzentration beim gemeinsamen Arbeiten mit dem Menschen dafür völlig außer Acht gelassen.
Jetzt wieder eine Hemmung herzustellen und dafür Orientierung einzufordern ist schwierig, aber nicht unmöglich.
Scar ist derzeit häufig auf Seminaren dabei, sowie bei uns im Büro. Durch das stressärmere Umfeld zeigt er sich im Training ansprechbarer, ein Kastrationschip zeigt ebenfalls eine positive Wirkung. Bezugspersonen können Scar schnell fremde Menschen vorstellen, die im Handumdrehen begeistert von ihm sind.

Wir sind dabei unsere Beziehung auszubauen, was sich auszahlt. Er nimmt uns ernster, beginnt auf unser Tun zu reagieren und sich an uns zu orientieren. Dabei ist es wichtig sich auch abzugrenzen. Er muss lernen, weggeschickt zu werden und nicht ständig im Mittelpunkt zu stehen. Jemand, der Scar einfach „machen lässt“, ihm zu viel Freiheiten gibt, wird derzeit einen überaus gestressten und angespannten Hund haben.

Scar trägt draußen jederzeit einen Maulkorb. Auch in Profihänden wird es immer Situationen geben, in denen der Mensch nicht voll konzentriert ist und es ist nur verantwortungsbewusst, wenn man ihn weiterhin absichert, auch wenn er täglich dazu lernt.

In der Hundegruppe ist Scar durchaus kommunikativ und zeigt Grenzen auf. Er weiß, wann er unterlegen ist und sich lieber rausnimmt. Als Zweithund wäre er durchaus vermittelbar.

Scar ist schlau, durchaus trainierbar, aber nichts für Laien. Er wird nur an Personen vermittelt, die verantwortlich mit ihm umgehen und Erfahrung mit solchen Hundetypen haben. Kinder, Katzen und Kleintiere sehen wir in seinem neuen Zuhause nicht, Hunde sollten souverän im Umgang mit Artgenossen sein.
An seine Bezugspersonen bindet er sich schnell. Er hat wenig davon, auf den großen Ausläufen auf sich allein gestellt herumzurennen. Hier hindert ihn nur der Übersprungschutz nicht über den Zaun zu klettern und uns zu suchen.

Alleine bleiben wird wahrscheinlich mit der nötigen Vorarbeit möglich sein.

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Bodo *ca. 2021

Bodo | geb. ca. 2021 | Anatolischer Hirtenhund Mix  | männlich, unkastriert |

Bodos Weg führte am 23.05.2022 ins Tierheim, da er leider am Tor über Nacht angebunden wurde. Nun ist Bodo auf der Suche nach seinem neuen Zuhause. Er ist männlich, unkastriert und ein großer Mischling. Schätzungsweise dürfte ein Kangal mit dabei sein.

Bodo ist auf der Suche nach Menschen, die bereits Hundeerfahrung haben und selbstbewusst und konsequent im Umgang sind. Mit körperlichem Druck kann bei Bodo wenig erreicht werden. Im Tierheim ist Bodo mit den vielen anderen Hunden schnell gestresst.

Bodo geht jede Woche mit seinem Gassigeher große Runden spazieren. Er wird dabei sehr gelobt, Fremde Menschen und andere Hunde sind kein Grund für ihn, aus der Ruhe zu kommen. Mit uns ist Bodo draußen gut orientiert und zeigt sich allgemein entspannter.

Viel Abenteuer oder Auslastung benötigt man bei Bodo nicht. Solange er im Hof liegen darf und viel frische Luft spüren kann, ist er glücklich. Er fühlt sich aber auch im Innenbereich wohl.

Typisch Herdenschützer wird Bodo nie ein Fan von Besuch sein, was sich gut regeln lässt, ohne mühselig gegen seine Genetik zu arbeiten.

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Missi *2020

Missi | geb. ca. 2020 | Mischling | weiblich, kastriert |

Missi kam am 02.01.2022 als Fundhund zu uns ins Tierheim, mit passendem Geschirr und ungewöhnlich viel Informationen seitens der Finder.
Wir schätzen Missis Geburtsjahr auf 2020. Mittlerweile ist sie kastriert und weiterhin gesundheitlich unauffällig.

Bei uns darf Missi tagsüber mit anderen Hunden zusammen sein. Dabei wird getobt und gespielt. Gegenüber kleinen Hunden und Hündinnen pöbelt sie mal gerne am Zaun.
Bei Grunderziehung und Leinenführigkeit zeigt sie sich kooperativ, unterwegs ist sie angenehm und häufig eher zurückhaltend. Bei ihren Gassigehern ist sie beliebt und sie gehen gerne große Runden mit ihr. Sie trägt hier einen Maulkorb, was wir auch nach einer Vermittlung unterwegs empfehlen. Vorsicht ist besser als Nachsicht, denn sie zeigt, dass sie ihr Revier gewissenhaft bewacht, wenn sie auf sich alleingestellt ist.

Im Haus merkt man, dass Missi unruhig ist, sitzt sie doch schon so lange im Tierheim. Grenzt man sie drinnen mehr ein, entspannt sie sich. Im neuen Zuhause wird es sicherlich eine Eingewöhnungszeit brauchen, bis sie weiß, wie der Alltag läuft, aber wir sind zuversichtlich, dass sie sich anpasst.

Aufgrund ihres Charakters sehen wir Missi eher im ländlichen Gebiet mit einem Hof oder Garten, der eingezäunt ist.

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Hallo liebe Hundeinteressierte!

Update 15.09.2020 

Leider ist es im Alltagsgeschäft nicht immer möglich alle Neuzugänge gleich zu posten. Mal fehlen schöne Bilder, mal kann man noch gar keinen Text zu den Tieren machen, weil man sie noch nicht einschätzen kann und manchmal fehlt ganz schlicht einfach die Zeit. Es könnten tatsächlich einige Hunde mehr im Tierheim als Sie hier sehen können. Bitte rufen Sie bei Interesse an einem Hund bei uns im Tierheim an, wir beraten Sie gerne. Wir geben uns Mühe alle Hunde hier vorzustellen, aber nicht immer klappt alles zeitnah.

PS. Zur Zeit (15.09.20) lohnt die Nachfrage im Tierheim für Menschen, die einen jungen Hund übernehmen möchten. Es sind vier Jungspunde (3 Hündinnen, 1 Rüde) im Tierheim, die aktuell ein Zuhause suchen.

Wer viel Zeit und Geduld hat und sich zutraut Jagdhundmixe, die (leider) einfach gar nichts außer sich selbst und das Leben im Garten kennen, könnte mit einem unserer drei bildschönen Mixe (2 Rüden, 1 Weibchen) Freundschaft schließen.

Auch noch einige Senioren suchen ein Plätzchen – wir werden die Seite in den Wochen aktualisieren.


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"Die Tierheime übernehmen immer mehr staatliche Aufgaben ohne kostendeckende Erstattung. Die Kommunen nehmen jährlich über 250 Mio. Euro aus der Hundesteuer ein. Davon benötigen wir 20 Prozent als Rettungsschirm für Tierheime."

Wolfgang Apel, Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes

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